
STATE OF SIEGE
- État de Siège
Diese Interpretation des Stücks für das Konzept eines Bühnenbildes zu Albert Camus' "État de Siège" entstand 2020 im Rahmen meines Auslandssemesters in Jordanien.
Das Stück passte hervorragend zur angespannten Situation in der Corona Pandemie.
Im Stück übernimmt die "Pest" die Kontrolle über ein kleines Dorf an der spanischen Küste. Sie löst den Bürgermeister ab und stellt neue Regeln auf. Es gibt Ausgangssperren und Anweisungen zum Umgang mit Erkrankten.
Das ursprüngliche Konzept des Kurses sah den Bau von Modellen vor, als die Universität allerdings nach kurzer Zeit coronabedingt komplett schließen musste, fand alles nur online statt und auch die Abgabe konnte nur digital realisiert werden.
Für meine Interpretation des Stücks habe ich eine Psychiatrie als Ort des Geschehens gewählt, in der eine neue Leitung verschärfte Regeln anordnet. Die Charaktere des Stücks stehen entweder auf der Seite der Ärzte oder Pfleger, auf der Seite der Patienten oder etwas diffus wechselnd dazwischen.
Zentraler Ort ist ein Raum, der für allgemeine Dialoge der Figuren, aber auch für Gruppentherapien genutzt werden kann. Links und rechts befinden sich angedeutet die Büros der Leitung und Ärzte, welche die administrativen Orte im Originaltext ersetzen. Andere Orte werden durch diverse Türen in der Kulisse erzählt. So ist beispielsweise der Friedhof aus dem Original ein Trakt mit Isolationszellen, in denen die Patienten verschwinden, wenn sie "sterben".
Zu Beginn des Stücks wird drohendes Unheil durch Lärm und seltsame Erscheinungen am Himmel erzählt, welche die Bewohner des Dorfes in Angst und Schrecken versetzen.
In meiner Interpretation sieht man den Hauptraum im flackernden Licht und hört ein Dröhnen und Schreie, um eine beklemmende Atmosphäre zu erzeugen.
Einen Eindruck gibt das Video unten.



