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MASTER

In meinem Masterprojekt habe ich mich mit dem Thema Diskriminierung beschäftigt und eine interaktive wandelbare Rauminstallation entwickelt.

Im Prozess hat sich das Projekt in einer Weise konkretisiert und entwickelt, das sich die Rauminstallation auch losgelöst vom Oberthema Diskriminierung auf andere Deutungsebenen übertragen lässt, oder für sich allein gesehen ohne ein konkretes Thema zu einer intensiven räumlichen Erfahrung werden kann.

Das Konzept ist, dass sich Menschen einzeln (hierdruch sogar Corona-konform) durch eine Raum-im-Raum Installation bewegen und auf dem Weg mit diskriminierenden Situationen konfrontiert werden. Also, mit Situationen, welche Muster und Mechanismen von Diskriminierung transportieren können, unabhängig davon, ob ein Mensch vorher diese, oder überhaupt irgendwelche eigenen Erfahrungen mit Diskriminierung gemacht hat.

Das Ganze soll eher subtil und ohne erhobenen Zeigefinger funktionieren, da es nicht darum geht, Menschen zu belehren, sondern problematische Situationen und Entwicklungen darzustellen und somit "erlebbar" zu machen.
Um die einzelnen Situationen besonders vertraut und nahbar darzustellen (und auch, da sich die Leben der meisten Menschen in dieser Zeit schwerpunktmäßig genau dort abgespielt haben), ist die Installation in Struktur und Ausstattung an einer privaten Wohnung orientiert.

Wenn sich nun ein Mensch durch die Installation bewegt, von einem Raum in den nächsten geht und die Tür hinter sich schließt, verändert sich die Struktur der übrigen Installation so, dass sich die Räume ändern und es immer nur einen Weg gibt. Dieser Kontrollverlust soll ein beklemmendes Gefühl des Ausgeliefertseins erzeugen.

Im Sinne des Themas Diskriminierung geht es also darum, dass sich kein Mensch selbst aussucht, diskriminiert zu werden, sondern ähnlich fremdbestimmt damit konfrontiert wird.
In der Installation ist der Ein- und Ausgang nur ganz am Anfang und am Ende zu sehen, es gibt also (vermeintlich) keinen Ausweg aus der Situation.

Das Gefühl der Fremdbestimmung und räumlichen Irritation kann natürlich auch ohne den thematischen Bezug funktionieren.

Ich hoffe, dass ich diese Installation - mit oder ohne bzw. mit abgewandelter thematischer Deutung - eines Tages tatsächlich umsetzen kann.

Einen räumlicheren Eindruck bekommt man in einem kleinen Video.

Masterprojekt

geprüft von Prof. Nora Fuchs

und Prof. Oliver Langbein

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