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FREIRAUM KINDERZIMMER
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DIE MÖGLICHKEIT EINES RAUMES

Die Arbeit entstand 2019 im Rahmen einer Kooperation zwischen der Fachhochschule Dortmund und dem Mondo Mio e.V., einem KIndermuseum im Dortmunder Westfalenpark. Die einzelnen Entwürfe wurden von einer ehrenamtlichen Fachjury bewertet, die Bestplatzierten prämiert. Die einzelnen Entwürfe wurden im September 2019 im Kindermuseum ausgestellt und der beste Entwurf im Anschluss vor Ort umgesetzt.

Thematisch ging es darum, ein ideales, möglichst ansprechendes, inspirierendes Kinderzimmer zu entwerfen, welches interaktiv von Kindern vor Ort entdeckt und bespielt werden kann. Es ging um die Bedeutung und Funktion eines Kinderzimmers als Freiraum, als Ort der Entfaltung kleiner Menschen.

Mein Entwurf beinhaltete in der einen Hälfte ein Kinderzimmer, in der anderen eine Art Wohnzimmer, welche auf den ersten Blick sehr gewöhnlich aussehen sollten, aber diverse Möglichkeiten boten, sich zu entfalten und auszuleben, die erst entdeckt werden wollten.
Bei meiner Recherche stellte sich schnell heraus, dass Kinder gern ihre eigenen Räume erschaffen, sich Höhlen bauen, kleine Verstecke suchen und Alltagsgegenstände zweckentfremden. Das zeigte sich sowohl bei der Befragung aktueller und ehemaliger Kinder, als auch bei der Reflexion meiner eigenen Kindheit.
Der Raumentwurf bot also eine Mischung aus Möbeln, welche auf ungewöhnliche Art begehbar waren oder dazu einluden, für den Bau von Höhlen genutzt zu werden. Außerdem sollte es dort Materialen wie Decken, Kissen oder Besenstiele geben, um diese zu erweitern.

 

Präsentiert habe ich meinen Entwurf in Form eines 1:20 Modells, welches auf den Bildern zu sehen ist.
Das Konzept wurde von der Jury auf den dritten Platz gewählt.


Mein Konzepttext von damals:
"Als Kind schaut man gern darauf was man hat, was man nicht hat, was andere haben und was man gerne haben möchte. Den eigentlichen Freiraum hat man vielleicht noch nicht bewusst entdeckt. Mir wurde bei der Reflexion meiner eigenen Kindheit in meinem Kinderzimmer bewusst, dass schon damals abgesehen von sozialen Beziehungen das Materielle eines konkreten Spielzeugs im Rückblick deutlich unwichtiger war, als der Raum an sich. Es ist interessanter, sich Räume zu suchen, zu schaffen, zu nehmen. Normale Räume sind für Kinder in der Regel zu groß, zu hoch, zu erwachsen. Ich habe mir schon immer meine Nische gesucht, als Kind ganz wörtlich. Mein Konzept ist es daher, eine Stimmung zu erzeugen, welche die kleinen Besucher des Kindermuseums ermutigen soll, sich Räume selbst nach ihren Anforderungen zu gestalten und die großen Besucher im besten Falle darauf hinzuweisen, dass man Kinder manchmal einfach mal machen lassen sollte. Im Rahmen meines Konzeptes sollen recht normale Möbel und Gegenstände umgenutzt werden, um kleinen Menschen den Raum zu geben, den sie sich suchen können."

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